Der Zyklus Wasting Time besteht aus drei Bildern:

Money makes the World go round

Wasting time

Wasserkraft

Dargestellt wird, die Macht des Geldes und seine Auswirkungen auf die belebte Natur. Geld, das alles zu dominieren scheint und dabei den Blick auf das Wesentliche, die biologische Grundlage, vergessen läßt. Geld das nicht als Mittel zum Zweck dient, sondern zum Selbstzweck wird. Ein in sich geschlossenes System von bedrucktem Papier, das Entscheidungen über Leben oder Tod trifft. Und doch mit der Hoffnung auf die Kraft des Wassers, als Ursprung allen Lebens, und dessen Regenerationsfähigkeit endet. Wasserkraft.

 

Wasserkraft 80 x 80 cm

Im Gegensatz zu den anderen Bildern hier ein deutscher Titel. Zur Abgrenzung zu den anderen Bildern. Mit der Hoffnung auf ein neues Leben und die Regenerationsfähigkeit des Wassers. Der Begriff Kraft aus dem Deutschen verbindet sowohl die physische als auch die psychische Kraft. während im englischen zwischen Power und Force unterschieden wird.

Es endet mit der Hoffnung, dass beide Anteile die mentale und körperliche Kraft eine Rettung ermöglichen.

Wasting time 80 x 80 cm

Der Titel des Bildes auch Namensgeber des Zyklus. In dem englischen Begriff steck so viel mehr als in der deutschen Übersetzung verlorene Zeit. Da allein der Begriff Waste (Mülll) eine ganz eigene Problematik aufwirft. Müll der durch immer größeres Wachstum in immer größeren Mengen in jeglicher Form entsteht, sodass er uns unsere Lebensgrundlage raubt, unsere Meere Überflutet und zum Schluss uns selbst vergiftet.

Das Bild zeigt einen Apfel als Symbol der Schöpfung und des Lebens. Doch er weist Rostflecken auf. Apfelrost ist eine Pilzerkrankung, die den Apfel von innen heraus faulen läßt. Die Äpfel werden schon im Frühjahr infiziert und das ganze Ausmaß der Erkrankung im Herbst sichtbar. Frühzeitiges handeln ist angezeigt (wasting time).

Der Apfel als Symbol der Erde, die Meere verfärben sich wie bei einer Algenblüte rot, der Farbe für Gefahr. Die letzten blauen Reste der Ozeane tropfen ab und bilden im All eine Art neue Milchstraße. Vielleicht neues Leben ?

Money makes the world go round

Gewählt wurde ein Titel aus dem Englischen, der in seiner deutschen Übersetzung: Geld regiert die Welt zu negativ und einseitig erschien. Wodurch eine Vorverurteilung entsteht, die eine kritische, konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema verhindert.

Das Bild zeigt die Erde, über welcher satellitenartig Geldscheine schweben. Geldscheine die in ihrer Größe die Erde fast verschwinden lassen. Geld das nicht mehr wie ursprünglich gedacht den Handel erleichtert und Gegenstände oder Leistungen bewertbar macht. Sondern Geld das zum Selbstzweck wird, gedruckt wird ohne jeglichen Gegenwert zu Wirtschafts- und Bankenkrisen führt. Doch damit nicht genug: sondern Geldscheine, die so groß sind, dass sie die Erde vom Rest des Kosmos isolieren und drohen die Erde vom lebenswichtigen Licht der Sonne abzuschirmen.

Der Verlust des Lichtes führt zum Absterben der Bäume, symbolisiert durch die herabfallenden kranken Apfelbaumblätter, die letztendlich im Universum , braun und zerknüllt vergehen. Die Frage: War der Baum der Erkenntnis zielführend ?

Wasting Time

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Die Flucht

Ein Zyklus aus 3 Bildern:

Cofusion,

Escape,

The way out
Der in der Bewegungsrichtung der Pferde von rechts nach links gelesen wird. Entgegen unserer normalen Leserichtung von links nach rechts, sollte es am kurzen Überfliegen hindern.
Die Kunst zum Abbilden von Bewusst und Unbewusst. Das Sichtbar machen des Unbewussten. Die Verschmelzung von Wissen und Unwissen. Die Grenzüberschreitung zwischen Wissenschaft und Gefühl (Fiktion). Zwischen Marc und Da Vinci.
Das Pferd als Fluchttier. Stellvertretend für die innere oder äußere Flucht aus unerträglichen Situationen. Die Gangart der Flucht Galopp. Um dann nach der der Überwindung von Hindernissen, Mauern, zur Ruhe zu kommen. Im Porträt. Die Ruhe der Seele im Auge des Betrachters, mit Hoffnung und Zuversicht. Silence.

 

Confusion 80 x 80 cm
Die Konfusion, Verwirrung, des ersten Augenblicks. Dargestellt durch die zwei Pferde in ähnlichen Positionen hintereinander, übereinanderliegend, so dass eine klare Unterscheidung der beiden Individuen kaum möglich erscheint. Verstärkt wird dieser Effekt durch die ähnliche Farbgebung. Die Frage nach dem „Who is Who ?“ kommt auf.
Dieser zentrale Bildinhalt steht für die innere Zerrissenheit, die der Flucht voraus geht das Abwägen des Risikos, eine Entscheidung zu treffen, das Hin- und Hergerissensein zwischen zwei Möglichkeiten „Bleiben oder Gehen“. Ein Individuum, das sich geistig spaltet, keinen Entschluss treffen kann, Verwirrung, Confusion.
Die Wahl der Farben: Die Bedrohung von hinten, die zur Flucht nach vorn ins Licht nötigt. Das Byzantinische Blau, kein Klares Ultramarin , sondern mit einem Schwarzanteil versehen, wie es auch an einem trüben Tag am Meer zu sehen ist, bevor die See aufwühlt, die Ruhe vor dem Sturm. Die Vermischung von Blau und körpereigenem Rot zu Lila, die Bedrohung greift auf den Körper über, das rechte Hinterbein, Stützbein, steht schon im Chaos.
Die Gangart: Der Galopp noch verhaltend, der Köper in sich zusammengeschoben, kurz vor der Explosion, der Blick zum Betrachter und nach hinten gerichtet. Die fast 360° Umsicht des Pferdes ermöglicht auch während der Flucht immer den Blick rückwärts auf die Verfolger. Die Frage wird es gelingen sich aus dieser Situation zu lösen, einen klaren Gedanken zu fassen. ESCAPE.
 

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Escape 100 x70 cm
Die Verwirrung, die innere Zerrissenheit ist einem klaren Bild gewichen. Ein einzelnes steigendes Pferd eine klare Aussage. Die Entscheidung ist getroffen: Ausbruch. Die Kraft wird gebündelt, wirkt in ihrer Klarheit fast bedrohlich, entschlossen zu handeln. Es gibt kein Zurück.
Die Farbe: Ein klares Ultramarinblau. Die Farbe des Geistes, des „sich Bewusstwerdens“. Im Hintergrund nur stark mit Öl abgemischt, so dass es Stumpf wirkt und sich in der Figur bündelt, die durch mehrere Schichten plastisch wirkt.
Der entschlossene nach vorne gerichtete Blick bekräftigt die Entscheidung.
 

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The way out 80 x 80 cm
Die Entscheidung wird umgesetzt. Ein Pferd spring über eine hohe scheinbar kaum zu überwindende Mauer ohne zu wissen was es auf der anderen Seite erwartet. Trotzdem entschlossen und ohne Angst. Aus einem Fluchttier wird ein Kämpfer, über die Mauer in die Freiheit. Die Mauer als Sinnbild für Gefangenschaft sowohl physisch als auch psychisch, ein Symbol der Gefangenschaft oder Ausgrenzung. Sie wird überwunden durch die eigene Kraft, nicht unterhöhlt oder eingerissen (Zerstört), sondern einfach übersprungen, durch die Kraft des Geistes. Die Mauer dahinter schein von selbst zu zerbröckeln.
Die Farbe: Das klare Blau des Geistes ist einem hellen Rot gewichen. Die Entscheidung wird in die Tat, in Muskelkraft umgesetzt. Als Sinnbild dafür, dass die innere Bündelung der Kraft in der Lage ist „Berg zu versetzen“, Das Unmögliche möglich macht. Die Farbe der Mauer weiß, farblos, unbedeutend, durch jede Form einer Mauer zu ersetzen.
 

Öl- und Auftragsmalerei Ellen Habert

Ellen Habert

Am Rottgarten 36

63571 Gelnhausen

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